Alle Workshops zum Zukunftsthema Soziale Teilhabe und Arbeit "Was beschäftigt uns morgen?" finden parallel am Samstag, den 02. September von 16.30 bis 19.00 Uhr statt.
Workshop-Übersicht
Hinweis:
Der ursprünglich geplante Workshop " Was produzieren wir in Zukunft?" entfällt aus organisatorischen Gründen.
Arbeit der Zukunft statt Ende der Arbeitsgesellschaft
- Weitere Infos: Ist die Zukunft der Erwerbsarbeit schon am Ende oder hat sie am Ende doch noch eine Zukunft? Diese immer noch aktuelle Kontroverse bildet den Ausgangspunkt unseres Workshops, für den wir Wolfgang Engler (Autor von Bürger, ohne Arbeit) und Axel Börsch-Supan vom Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel gewonnen haben. Vor welchen strukturellen Herausforderungen wir stehen und welche Lösungswege angesichts dessen möglich sind, soll im weiteren Fortgang erörtert werden. Zur Vorbereitung auf den Workshop gibt es hier einen Artikel von Wolfgang Engler zu "Arbeit und Globalisierung" aus der Berliner Republik (1/2005) und ein kurzer Beitrag über "Die Angst vor dem Untergang der Arbeit" vom Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel.
- organisiert durch: Brigitte Pothmer, MdB
Demokratisierung des Produktivvermögens: Eigentum für alle!
- Weitere Infos: Die soziale Ungleichheit in der Bundesrepublik wurzelt in der ungleichen Verteilung von Produktivvermögen. Alte Konzepte von Wirtschaftsdemokratie treffen sich heute mit neuen, bürgerschaftlichen Konzepten über ein "Recht auf Eigentum", das zu mehr Chancengleichheit, Selbstbestimmung und sozialer Sicherheit beitragen soll. Die Grünen sollten diese Themen nicht auf der Strasse liegen lassen. Zur Vorbereitung auf den Workshop ein Beitrag aus einem im Herbst im Campus Verlag erscheinenden Buch, in dem die von der Heinrich Böll Stiftung veranlasste Studie zum Konzept "Bürgerkapital" diskutiert wird. In einem zweiten Text von Ralf Fücks wird auch auf die Option "Investivlohn" Bezug genommen.
- organisiert durch: Ralf Fücks, Vorstand Heinrich Böll Stiftung
Demografische Entwicklung als Herausforderung für die Kommunen
- Weitere Infos: Die Demografiekommission von Bündnis 90/Die Grünen hat im Juli 2006 ihre Arbeit abgeschlossen. Im diesem Workshop werden die Ergebnisse vorgestellt. Kommunen sind die Orte, an denen der demografische Wandel am ehesten spürbar wird, im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung und ihre Wirtschaftsstruktur. Regionale und kommunale Ansätze zur Gestaltung dieser Aufgabe stehen ebenso zur Diskussion wie die Rolle und Verantwortung der Unternehmen, auch bei der Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen.
- organisiert durch: Irmingard Schewe-Gerigk, MdB
ALG II - Grundsicherung - Grundeinkommen: Wie verbinden wir gesellschaftliche Teilhabe mit sozialer Sicherung?
- Weitere Infos: Das Thema Grundsicherung/Grundeinkommen ist ein urgrünes Thema, das verstärkt in den 80ern diskutiert wurde. Spätestens seit der Hartz-Reform rückt dieses Thema wieder stärker in den Mittelpunkt der politischen Debatte. Bei dem Workshop soll eine Auseinandersetzung mit dem Grundeinkommen stattfinden. Eine ausführliche Beschreibung des Workshops gibt es hier. Des weiteren gibt es hier einen vorbereitenden Text von Manuel Emmler zur Grünen Grundsicherung, der eine umfassende Reform der monetären Transferleistungen empfiehlt.
- organisiert durch: Bundesarbeitsgemeinschaften Wirtschaft und Finanzen, Frauen sowie Soziales, Arbeitsmarkt, Gesundheit
Was bedeutet die Privatisierung öffentlicher Güter für die Gesellschaft? Der Gewährleistungsstaat und die Heuschrecken - Debatte
- Weitere Infos: Mit der zunehmenden Liberalisierung der Kapitalmärkte und der marktförmigen Organisation bisher öffentlich bereitgestellter Infrastrukturen wie Strom und Telekommunikation hat der Wettbewerb in Deutschland an Intensität gewonnen. Die verkrusteten Entscheidungsstrukturen der "Deutschland- AG", in der die relevanten Entscheidungen von einer Handvoll Großbanken getroffen wurden, sind aufgebrochen worden. Private- Equity- Fonds spielen eine entscheidende Rolle bei der Innovationsfinanzierung, andererseits werden sie als Heuschrecken beschimpft, wenn rentable Betriebe zerlegt und verlagert werden.Der Verkauf von kommunalem Wohnungseigentum bietet einerseits die Perspektive, frei werdende Mittel in Bildung und Innovation zu investieren. Andererseits drohen die Städte dadurch Steuerungspotentiale für eine soziale Stadtentwicklung zu verlieren. Brauchen wir Veränderungen des wirtschaftspolitischen Rahmens, um zu gewährleisten, dass wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele erreicht werden können?
- organisiert durch: Matthias Berninger, MdB und GRÜNE Jugend
Die Zukunft der Tarifpolitik
- Weitere Infos: Was muss moderne Tarifpolitik heute leisten, wenn sie unmittelbar materiell attraktiv für die Mitglieder und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit hin orientiert sein soll?
- organisiert durch: Gewerkschaftsgrün und BAG Frauen
Wissensproduktion in der Wissensgesellschaft – neue Medien, neue Wissenschaft?!
- Weitere Infos: Wissen und Kultur werden zu zentralen Faktoren für Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft auf dem Weg in die Wissensgesellschaft. In diesem Workshop geht es darum, wie die Produktion von Wissen politisch zu regeln ist: ist Wissen primär ein ökonomisches Produkt, das Marktgesetzen und Schutzrechten unterliegt? Oder soll Wissen im digitalen Zeitalter als für alle frei zugängliche Ressource verstanden werden? Und wie sollen zukünftig Hochschulen als Orte der Wissensproduktion ausgerichtet sein: an Grundlagenforschung und wissenschaftlicher Neugierde oder an bestmöglicher Verwertbarkeit?
- organisiert durch: Bundesarbeitsgemeinschaften Medien sowie Wissenschafts-, Hochschul und Technologiepolitik
Spaltung der Gesellschaft?! Soziale Ausgrenzung und die neuen
Herausforderungen für Sozialstaat, Zivilgesellschaft und Individuum
- Weitere Infos: Soziale Exklusion und ökonomische Prekarisierung sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen; sie treten in vielfältigen Formen auf. Wir wollen diskutieren, welche neuen Aufgaben Staat, Gesellschaft und Individuum beim Kampf gegen die zunehmende soziale und ökonomische Ausgrenzung haben. Zugleich soll es darum gehen, aus grüner Perspektive eine umfassende Gegenstrategie zu entwickeln: Welche Rolle kommt dem klassischen Sozialstaat in einer Politik gegen soziale Ausgrenzung zu? Was kann die Zivilgesellschaft zu Integration und sozialer Teilhabe beitragen? Wie viel Eigenverantwortung können und sollen wir vom Einzelnen erwarten?
- organisiert durch: Katrin Göring-Eckardt, MdB und Markus Kurth, MdB
Eine Steuerreform für mehr Beschäftigung
- Weitere Infos: Was muss eine ökologische Finanzreform leisten um Ressourceneffizienz und innovative Beschäftigungsstrategien miteinander zu verbinden? Wie muss eine Unternehmenssteuerreform aussehen, die Beschäftigung in Deutschland stärkt, das Steueraufkommen steigert und im internationalen Standortwettbewerb besteht? Als Referenten haben Ulrike Hermann, Wirtschaftspolitische Korrespondentin der taz sowie Dr. Michael Böhmer, Prognos AG Basel, zugesagt. Eine ausführliche Beschreibung des Workshops gibt es hier.
- organisiert durch: Christine Scheel, MdB
Welche Zukunft hat die Weiterbildung
- Weitere Infos: In Sonntagsreden sind sich alle einig: Weiterbildung als Teil lebenslangen Lernens ist ein Muss. Wie so oft hapert es in der Praxis. Wie kann die Beteiligung Geringqualifizierter verbessert werden, inwiefern kann Tarifpolitik und betriebliche Gestaltung Weiterbildung fördern? Welche Verantwortung und welches Eigeninteresse haben Unternehmen und wo ist die öffentliche Hand gefordert, um Weiterbildung zum Erfolgsmodell zu machen? Als Referenten für den Workshop haben zugesagt, Prof. Dr. Rolf Dobischat, Fachbereich Bildungsissenschaften der Universität Essen-Duisburg sowie Tanja Nackmayr, Expertin für Weiterbildung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.
- organisiert durch: Priska Hinz, MdB