Masterplan Fahrrad

Ende Mai haben der Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Rezzo Schlauch, und der Bundestagsabgeordnete Winfried Herrmann (Grüne) einen »Masterplan Fahrrad« vorgelegt.

Ziel ist es, mit einer gezielten Förderung durch Bund, Länder und Kommunen den Anteil des Radverkehrs innerhalb der nächsten zehn Jahre zu verdoppeln.

Derzeit macht der Fahrrad-Anteil nur rund zwölf Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens aus. Mehr Förderung bedeutet zunächst einmal mehr Geld. Das Verkehrsministerium soll die jährlichen Investitionen für den Radverkehr von 100 Millionen Mark auf 220 Millionen erhöhen. Dies würde rund 2,5 Prozent des Gesamtetats ausmachen. Außerdem soll das Ministerium ein eigenes Fahrradreferat erhalten, das einen nationalen Radverkehrsplan aufstellt und umsetzt. Nach Ansicht der grünen Abgeordneten würde der Bund damit auch ein Zeichen für Kommunen und Länder setzen.

Vor allem ein geschlossenes Radwegenetz und sichere Stellplätze sollen Radfahren attraktiver machen. Die beiden grünen Politiker schlagen aber vor, den Ausbau von Radwegen kostengünstiger zu gestalten. »Pinsel statt Beton« so die Devise, denn auch nur mit Farbe markierte Wege verändern die derzeitige Situation. Außerdem sieht der Masterplan vor, die Beschilderung deutlich zu verbessern. Was für den Autoverkehr längst Standard ist, soll auch den Radfahrern künftig helfen: Ausreichend große Schilder mit Kilometerangaben und Hinweisen auf problematische Verkehrsstellen.

Die Vorzüge des Nullemissionsfahrzeugs Fahrrad sind unübersehbar: Es fördert den Klimaschutz, entlastet den Stadtverkehr und: gesund ist Rad fahren auch.

schrägstrich 05-06/01 S.16