Arbeit
Erwerbsarbeit ist nicht nur Broterwerb. Sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entfaltung. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit und gerechte Zugangsmöglichkeiten zur Erwerbsarbeit für alle geschaffen werden. Unser Ziel ist es, Benachteiligungen am Arbeitsmarkt besonders von Frauen, älteren Menschen, Migrantinnen und Migranten abzubauen. Die Zukunft unseres Landes liegt in innovativen Konzepten, kreativen Produkten und gut ausgebildeten Menschen.
Die Konkurrenz um niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen und wenig Arbeitnehmerrechte wollen wir nicht gewinnen. Die hohen Lohnnebenkosten wollen wir mit einer Reform der sozialen Sicherungssysteme senken, in dem wir zum Beispiel den unteren Einkommensbereich von Sozialabgaben gezielt durch progressiv gestaltete Zuschüsse entlasten. Wir stehen dafür, verbindliche Mindestarbeitsbedingungen festzulegen. Dazu gehören auch tariflich festgelegte, branchen- und regionalspezifische Mindestlöhne. Wo diese nicht zustande kommen, muss es einen gesetzlichen Mindestlohn geben.
Wir setzen auf eine Arbeitszeitpolitik, die mit Instrumenten wie Arbeitszeitkonten, Familien-Teilzeit, Job-Rotation und Job-Sharing vorhandene Arbeit besser verteilt. Im zweiten Arbeitsmarkt wollen wir vor allem die Qualifizierung für personenbezogene Dienstleistungen fördern, weil dieser Sektor Wachstum verspricht. Alle jungen Menschen sollen die Chance auf eine berufliche Ausbildung haben. Arbeit ist auch: Familien-, Erziehungs- und ehrenamtliche Arbeit. Wir wollen deshalb Instrumente schaffen, die unterschiedliche Lebensformen und Kombinationen aus Phasen der Erwerbsarbeit und Nicht-Erwerbsarbeit ermöglichen und sozial absichern. (siehe auch: Soziale Sicherung, Wirtschaftspolitik)
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