Claudia Roth

Portrait Claudia RothGerechter und lebenswerter

Claudia Roth, 1955 in Ulm geboren und aufgewachsen in einer linksliberalen Familie im tiefen Bayern der 50er Jahre, formulierte ihren Berufswunsch schon als Schülerin so: "Etwas machen, wodurch die Welt gerechter und lebenswerter wird."

Nach dem Abitur führte sie ihr Weg zunächst in die Kultur: Nachdem sie Theaterwissenschaften studiert hatte, arbeitete sie als Dramaturgin in Dortmund und von 1982 bis 1985 als Managerin der Band "Ton Steine Scherben".
Dann wurde sie Pressesprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Von 1989 bis 1998 war sie grüne Europaabgeordnete, die letzten vier Jahre übte sie auch das Amt der Fraktionsvorsitzenden der europäischen Grünen in Brüssel und Straßburg aus. Hier machte sich Roth vor allem als kämpferische Menschenrechtsexpertin einen Namen. Eines ihrer zentralen Anliegen war der Einsatz für mehr Rechte der kurdischen Minderheit in der Türkei. Aufsehen erregte ein Bericht zur Gleichberechtigung Homosexueller, den sie 1994 in Brüssel vorlegte und der die Grundlage für die Politik zur Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen in der Europäischen Union wurde.

Dem Bundestag gehörte Roth von 1998 bis 2001 an, dann war sie gemeinsam mit Fritz Kuhn zwei Jahre lang Grünen-Vorsitzende, bis sie 2002 sie erneut als Bundestagsabgeordnete gewählt wurde. In den Jahren 2003 und 2004 war sie auch Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.
Der Parteitag in Kiel wählte Claudia Roth im Oktober 2004 erneut zur Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen.

Das Engagement für Menschen- und Bürgerrechte, Gleichberechtigung und Toleranz liegen Claudia Roth besonders am Herzen. Ihre außenpolitische Leidenschaft gilt der Türkei. Seit vielen Jahren verfolgt Roth die politische Entwicklung in diesem Land und setzt sich für mehr Demokratie und Menschenrechte ein. Sie setzt sich vehement dafür ein, der Türkei die Tür nach Europa und in die EU zu öffnen: "Wenn das Land den erfolgreich beschrittenen Reformweg konsequent weiter geht, dann muss die EU ihr Versprechen halten und der Türkei eine Beitrittsperspektive ermöglichen", sagt sie.

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