14.-16. November 2008, Erfurt, Messe Erfurt
| Antragsteller/innen: | BAG Frieden |
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| Gegenstand: | Änderungsantrag zu F-01 |
| Anmerkungen: | BAG-Beschluss vom 19.10.2008 |
Änderungsantrag zu F-01
Nach Zeile 18 einfügen:
Eine außen- und friedenspolitische Vision
Die bündnisgrüne Vision ist eine Welt, in der die internationalen Beziehungen zu einem ähnlich hohen Grad zivilisiert sind, wie wir es heute in den demokratisch verfassten Staaten für die innerstaatlichen Beziehungen gewohnt sind – in der das Recht der Stärkeren weitestgehend durch die Stärke des Rechts ersetzt ist, in der das internationale Gewaltmonopol so gefestigt ist wie heute das staatliche Gewaltmonopol in den Industrienationen und in der die Verantwortung und Solidarität aller Menschen füreinander zwischen Hamburg und Nairobi ebenso ausgeprägt ist, wie sie es heute zwischen Hamburg und München ist.
Begründung:
Um konkrete Schritte und mittelfristige Ziele bündnisgrüner Friedens- und Sicherheitspolitik abzuleiten, ist zunächst eine langfristige Vision erforderlich, auf die diese gerichtet sein sollen. Deshalb soll eine solche hier eingefügt werden.
Wenn diese Vision angesichts der vielen gewaltsam ausgetragenen Konflikte und der mangelnden Solidarität zwischen den Staaten heutzutage utopisch anmutet, so ist in Erinnerung zu rufen, dass die Vision eines friedlichen und vereinten Europas denen, die diese Visionen frühzeitig in den politischen Diskurs einführten, noch wenige Jahrzehnte vor ihrer Umsetzung ebenso utopisch erscheinen musste. Dennoch hat die Geschichte immer wieder gezeigt, dass lokale, regionale und nationale Egoismen überwunden und in größeren Zusammenhängen zunehmend aufgelöst werden können. In Anbetracht der Herausforderungen, vor denen die Welt heute steht, halten wir den nächsten, globalen Schritt in dieser zunehmenden Ausweitung von Befriedung, Solidarität und politischer Verbundenheit zwischen den Menschen für nicht nur möglich, sondern dringend notwendig.