14.-16. November 2008, Erfurt, Messe Erfurt
| Antragsteller/innen: | KV Salzgitter |
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| Gegenstand: | Atommüllendlager |
| Anmerkungen: | KMV-Beschluss vom 07.10.2008 |
Atommüllendlager
Die BDK möge beschließen:
Nach den Erfahrungen mit den Atommüllendlagern ASSE und Morsleben wollen wir, dass das Konzept der wartungsfreien, nicht-rückholbaren Atommüllendlagerung überdacht wird. Wir setzen uns für einen Neubeginn bei der Endlagersuche ein. Weder im Salzstock Gorleben noch im Schacht Konrad dürfen jetzt Fakten geschaffen werden.
Begründung:
Die Endlagerung radioaktiver Abfälle folgt in Deutschland dem Konzept der wartungsfreien, nicht-rückholbaren Endlagerung. Nach der Betriebszeit wird das Endlager unzugänglich verschlossen. Es muss im Langzeitsicherheitsnachweis dargestellt werden, dass die radioaktiven Schadstoffe für die Dauer ihrer Gefährdung von der Biosphäre isoliert werden können. Diese Konzeption steht seit Mitte der 1990er Jahre international in der Kritik. Alte Tiefenendlagerplätze hatten sich als leck erwiesen. Es fanden ein Umdenken und ein Wechsel zu umkehrbaren Lösungen statt. In Deutschland wird trotz dieser Wende und der fachwissen-schaftlichen Einwände am Konzept der Nicht-Rückholbarkeit festgehalten.
Die havarierte Asse hat nun auch in Deutschland das Scheitern des Konzepts der Nicht-Rückholbarkeit sichtbar gemacht. Noch 1970 wurde ihr ewige Sicherheit prognostiziert. Die Ewigkeit dauerte kaum 20 Jahre. Dann waren die Prognosen überholt.