Skandalöse Ungerechtigkeit
Mit einer Aktion machten Claudia Roth und Astrid Rothe-Beinlich am 8. März, dem Internationalen Frauentag, vor dem Berliner Reichstag auf die eklatante Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland aufmerksam. Claudia Roth erklärt, dass die immer noch bestehenden Unterschiede in der Bezahlung von Männern und Frauen eine skandalöse Ungerechtigkeit seien. "Obwohl mit Frau Merkel mittlerweile sogar eine Frau im Kanzleramt sitzt, findet Frauenpolitik so gut wie überhaupt nicht mehr statt. Im Gegenteil: Frauenpolitik beschränkt sich bei der Großen Koalition meist nur noch auf Familienpolitik", sagte Claudia Roth bei der Aktion.

Die Frauenpolitische Sprecherin Astrid Rothe-Beinlich machte deutlich, dass Frauen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger verdienen als Männer. "Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze.", so Rothe-Beinlich. Der größte Teil dieser Lohnunterschied, sei auf indirekte Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt zurückzuführen. Es sei daher nun an der Zeit wirksame gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen, um Lohnungleichheit zu bekämpfen. Andere EU-Länder wie Spanien oder Frankreich haben dies bereits getan. Daran müsse Deutschland sich ein Beispiel nehmen, erklärte die frauenpolitische Sprecherin. (8.3.2009)