Atomforum umzingeln

Am 4. und 5. Februar 2009 trifft sich das Deutsche Atomforum in Berlin zu seiner alljährlichen Wintertagung. Die Konferenz ist zentraler Bestandteil der Strategie der Atomlobby. Sie hat das Ziel, die Stimmung in Deutschland zu kippen und auf pro Atom zu bringen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen das verhindern und rufen wie die Anti-Atom-Bewegung am 4. Februar zur Umzingelung des Atomforums auf, damit die unwahren Behauptungen und Lügen der Atomlobby nicht nach draußen dringen.
Mit Scheinargumenten und Unwahrheiten versucht die Atomlobby, die Öffentlichkeit zu täuschen:
- Atomkraft rettet nicht das Klima – sondern verursacht deutlich mehr CO2 als Windkraft, Solarenergie oder effiziente Energienutzung mit gleichzeitiger Strom- und Wärmeproduktion. Atomenergienutzung verhindert den Ausbau der erneuerbaren Energien.
- Atomkraft ist nicht sicher – sondern mit zunehmendem Alter der AKWs immer gefährlicher. Eine sichere Atommüllendlagerung über Jahrmillionen ist unmöglich.
- Atomstrom ist nicht billig – sondern füllt nur die Kassen der Atomkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW.
Dies alles lässt nur eine Konsequenz zu:
Kein Ausstieg aus dem Ausstieg! Keine Laufzeitverlängerungen für AKWs!
Im November 2008 haben 16.000 Menschen in Gorleben ein beeindruckendes Zeichen gegen ein Comeback der Atomkraft gesetzt. Nun geht es weiter. Stellen wir uns am 04. Februar den Lügen der Atomlobby entgegen und kämpfen gemeinsam gegen den Ausstieg aus dem Ausstieg.
Die Umzingelung des Atomforums wird am 4. Februar 2009 von 17-19 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist vor der Vattenfall-Zentrale am U-Bahnhof Zinnowitzer Straße in Berlin.
Demonstriere mit und „umzingele“ das Atomforum!
Was ist das Atomforum?
Das Deutsche Atomforum ist ein 1959 gegründeter Lobbyverband der
Atomwirtschaft und ihr nahestehender Forschungseinrichtungen. Das Atomforum
wurde 1959 gegründet und hat derzeit rund 200 Mitglieder.
Schwerpunkte der Organisation sind Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zum
Thema Kernenergie. Außerdem veranstaltet sie Kongresse und Seminare.
Finanziert wird die Arbeit des Atomforums durch Mitgliedsbeiträge, Spenden
sowie Einnahmen aus Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Präsident ist
derzeit Dr. Walter Hohlefelder, vormals E.ON.
Das Deutsche Atomforum steht regelmäßig in der öffentlichen Kritik. Für die
Kampagne "Die ungeliebten Klimaschützer" erhielt das Atomforum Ende 2007 von
Lobbycontrol den "Worst EU Greenwash Award" - wegen "Missbrauchs der
öffentlichen Sorge um den Klimawandel zur Imagepflege für die Atomenergie".