Gedenken und Mahnung
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklären Claudia Roth und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Wir gedenken an diesem Tag der Opfer des Nationalsozialismus: der sechs Millionen Jüdinnen und Juden, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft systematisch ermordet wurden, der Roma und Sinti, Slawen, Behinderten, deutschen Kommunisten und Sozialdemokraten und Homosexuellen, die von den Nationalsozialsten verfolgt, gequält, gefoltert und ermordet wurden. Wir drücken unsere tief empfundene Solidarität mit den Überlebenden des Nationalsozialismus und ihren Familien aus. In Gedanken sind wir auch bei den Frauen und Männern des Widerstandes und den vielen alliierten Soldaten, die entschlossen gegen den nationalsozialistischen Terror gekämpft und dabei großes Leid und Tod erfahren haben.
Mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sprechen wir uns für eine pluralistische, tolerante und lebendige Demokratie aus. Wir sind alle aufgerufen, Widerstand gegen Populisten mit fremdenfeindlichen Parolen zu leisten, gegen neonazistische Schläger und rechtsextreme Parteien, die unser freiheitlich demokratisches System gefährden. Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus mahnt uns immer wieder, für Freiheit, Pluralismus und Toleranz, gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus einzutreten."
Jens Althoff, Pressesprecher, Platz vor dem neuen Tor 1, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30/28442-130, Fax: +49 (0)30/28442-234