Grüne wollen dritte Kraft werden

Die Antwort auf Klima-, Finanz- und Hungerkrise ist grün. Mit Klimaschutz, Bildung und soziale Gerechtigkeit wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Wechsel herbeiführen und nach der Bundestagswahl dritte Kraft werden. Dies wurde in der aktuellen Debatte am Beginn des Europaparteitages in Dortmund klar.
Grüner Wechsel auf allen Ebenen
"Die totale Ausrichtung der Wirtschaft auf kurzfristige Profite von Finanzjongleuren führt ins Desaster: Klima- und umweltpolitisch, finanz- und haushaltspolitisch, volks- und betriebswirtschaftlich - sie ist das genaue Gegenteil von Nachhaltigkeit", so Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in ihrer Auftaktrede zur Bundesdelegiertenkonferenz in Dortmund. "Wir Grüne kämpfen auf allen Ebenen für den Wechsel, denn ein "weiter so" kann sich niemand leisten", so Roth. Sie betonte, dass die Grünen für eine andere politische Kultur stehen würden: "Wir Grüne übernehmen Verantwortung- ökologisch, sozial, bürgerrechtlich und im Bewusstsein, in EINER Welt zu leben."
Die Zeit ist reif für Grün
Jürgen Trittin, Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, betonte, dass gerade in der Krise die Zeit reif sei für grüne Politik. "Wir wollen die Zukunft sichern und nicht die Vergangenheit subventionieren", so Trittin. Die Stunde der ökologischen Modernisierung sei gekommen, die Zeit reif für eine grüne Industriepolitik, für Hybridfahrzeuge, für Mindestlöhne, die Sanierung der öffentlichen Verkehrsmittel und die Senkung der Sozialabgaben für Geringverdienende. "Machen wir unsere Politik zur Abwrackprämie der Großen Koalition", so der grüne Spitzenkandidat, "damit am Tag der Europawahl kein weg an Grün vorbei führt!"
Inhalte an die Macht
Tarek Al-Wazir, Landesvorsitzender der hessischen Grünen, wünscht sich, dass das Wahljahr 2009 für die Grünen so weitergeht wie es mit der Hessenwahl begonnen hat. "So können wir weitermachen", freute sich Al-Wazir. Die Erklärung für das beste grüne Ergebnis, das je in einem Flächenland erreicht werden konnte, sieht er darin, dass die Grünen vor allem auf starke Inhalte gesetzt haben. Tarek Al-Wazir forderte die Grünen auf, gleichzeitig visionär und vernünftig ins Wahljahr 2009 zu gehen. Denn dann gelte für alle 14 kommenden Wahlen das Motto des hessischen Wahlkampfes: Jetzt aber Grün!

Investionen in Klima, Bildung und Gerechtigkeit
Renate Künast, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betonte, dass es jetzt für die drei großen Krisen mutige Politiker brauche, die in der Lage seien, Entscheidungen zu treffen. "Die große Koalition kann es nicht, wir können es", so Künast. Das Geld müsse so investiert werden, dass auch kommende Generationen eine Dividende daraus haben. Dafür brauche es Investitionen in Arbeitsplätze, Klima, Bildung und Gerechtigkeit. "Die Antwort auf die Krisen ist grün", so Künast. Nach der Bundestagswahl müsse eine Regierungsbildung ohne die Grünen nicht möglich sein. "Wir wollen zweistellig werden", betonte die Spitzenkandidatin Künast. (23.01.2009)

(Die Urheberrechte zu sämtlichen Fotos liegen bei Ingo Kuzia, www.ingo-kuzia.de)