29. Ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
23.- 25. Januar 2009, Dortmund, Westfalenhalle
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EP-01-1950Europawahlprogramm
Antragsteller/innen:Ulrike Maier u.a.
Gegenstand:Europawahlprogramm
Anmerkungen:

Änderungsantrag zu EP-01

Einfügen Seite 41, Zeile 1950 hinter … entbürokratisieren:

„Der geplante Börsengang von Unternehmen, die in Mitgliedsstaaten der EU Renditen mit Großbordellen erwirtschaften wollen, muss in diesem Zusammenhang thematisiert und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden.“

Begründung:

Eine Bekämpfung des Menschenhandels kann langfristig nur gelingen, wenn nicht immer wieder neue Bedarfe und Fakten im Bereich des Handels mit Frauenkörpern geschaffen werden. Eine widerspruchslose Hinnahme der Vermarktung von Frauenkörpern im großen Stil steht in krassem Gegensatz zu unseren Forderungen nach „guter“ Arbeit für alle, nach einem Leben in Würde und ohne sexuelle Ausbeutung. Die Arbeit in der Sexindustrie ist nach wie vor mit hohen gesundheitlichen Risiken, Abhängigkeiten und Ausbeutung verknüpft. Gleichzeitig ist die Sexindustrie nach wie vor eine der größten wirtschaftlichen Grauzonen weltweit ohne arbeitsrechtliche oder gesundheitliche Mindeststandards. Ein Börsengang von Großbordellen und Bordellketten sowie Fonds, die ihre Renditen mit Gewinnen aus der Prostitution erwirtschaften, muss daher mit allen Mitteln geächtet werden.

AntragstellerInnen: Ulrike Maier, KV Karlsruhe, Dorothea Meuren, Dr. Alexander Boguslawski, Siegfried Demuth, Elisabeth Kramer, Charlotte Winkler  (alle KV Neckar-Bergstraße), Dr. Ingeborg Kraus, Michael Borner, Alexander Geiger, Sylvia Kotting-Uhl, Jörg Rupp (alle KV Karlsruhe), Ruth Birkle, Ursula Häffner, Andrea Schwarz (alle KV Karlsruhe-Land), Martina Knappert-Hiese, KV Bodensee, Beate Müller-Gemmeke, KV Reutlingen, Petra Selg, KV Bodenseekreis, Susanne Kieckbusch, KV Zollernalb, Michael Körner, (KV Ettlingen), Tobias Balke, (KV Charlottenburg-Wilmersdorf)

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