Schwangere nicht alleine lassen

Hilfsangebote für Schwangere in Konfliktsituationen müssten wirkungsvoll ausgebaut werden, fordert ein Beschluss des Präsidiums des Bundesfrauenrates und der BAG Frauenpolitik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der auch vom Bundesvorstand unterstützt wird. Nötig sei ein umfassendes Beratungsangebot für betroffene Frauen und Paare.

"Die Mitteilung einer Krankheit oder Behinderung des Embryos ist in der Regel ein Schock für die Schwangere und ihren Partner oder ihre Partnerin. Uns ist es wichtig, dass die Betroffenen in dieser Situation umfassende Hilfe und Beratung, auch außerhalb des rein medizinischen Bereichs, erfahren und nicht noch mehr Druck ausgesetzt werden" so Astrid Rothe-Beinlich, Mitglied im Bundesvorstand und Frauenpolitische Sprecherin.

Die Betroffenen sollten, so die Forderung in diesem Beschluss, über den Rechtsanspruch auf eine psychosoziale und medizinische Beratung zuverlässig und umfassend informiert werden. Ärzteschaft, Hebammen, Beratungsträger und pränataldiagnostische Zentren müssten enger zusammenarbeiten. Nötig sei es, Qualitätsstandards für die Aufklärung, Beratung und Anwendung von pränataler Diagnostik durch Fortbildungen für die Berufsgruppen, die damit befasst sind, sicherzustellen.

Die Bundesregierung müsste jetzt vor allem, so der Beschluss, eine umfassende Teilhabe für Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen ermöglichen und dürfe die Antidiskriminierungsrichtlinien der EU nicht weiter zu bekämpfen. (18.12.2008)

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