Flagge zeigen gegen Gewalt
Am internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Flagge gezeigt: "Für uns steht fest: Frauenrechte sind Menschenrechte, bei uns und weltweit", sagten Bundesvorsitzende Claudia Roth und die frauenpolitische Sprecherin Astrid Rothe-Beinlich in Berlin.
"Unabhängig davon, ob Gewalt im öffentlichen Raum oder im häuslichen Umfeld verübt wird, ob es um Ehrenmorde, Zwangsprostitution oder Menschenhandel geht", die Grünen leisten Widerstand gegen jegliche Gewalt an Frauen.
Mit einer Fahnenaktion an der Bundesgeschäftsstelle unterstützten Roth, Rothe-Beinlich und Irmingard Schewe-Gerigk, Abgeordnete im Bundestag, die Kampagne von Terre des Femmes gegen Genitalverstümmelung "Kein Schnitt ins Leben". Als eigener Strafbestand der schweren Körperverletzung müsse Genitalverstümmelung endlich ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden, forderten die grünen Politikerinnen. Leider sei die Bundesregierung aber bisher nicht zum Handeln bereit.
Darüber hinaus setzten sich Roth und Rothe-Beinlich für eine umfassendere Bearbeitung und Aufklärung des Themas ein. Vor allem müssten Migrantinnen über die Folgen genitaler Verstümmelung und die Rechtssituation in Deutschland aufgeklärt werden. Außerdem müsste Genitalverstümmelung Bestandteil der medizinischen Aus- und Fortbildung werden, um Ärztinnen und Ärzte verstärkt für dieses Thema zu sensibilisieren. Weiter forderten Roth und Rothe-Beinlich, "dass Frauen vor geschlechtsspezifischer Verfolgung geschützt werden und nicht in Länder abgeschoben werden, in denen ihnen Genitalverstümmelung droht." (25.11.2008)

Astrid Rothe-Beinlich (li.) und Irmingard Schewe-Gerigk (re.) in der Bundesgeschäftsstelle