Danke

Nach sechs Jahren im Amt kandidiert Reinhard Bütikofer nicht mehr als Bundesvorsitzender. Am Freitag abend auf dem Parteitag in Erfurt verabschiedeten ihn die Bundesdelegierten mit vielen Dankesworten und Glückwünschen. Hervorgehoben wurden vor allem seine Fähigkeit zur Integration und Weitsicht.
Reinhard Bütikofers Kunst, "das Gemeinsame nach Vorne zu stellen" war für Claudia Roth in Ihrer Dankesrede das Wichtigste. Sie dankte ihrem Co-Vorsitzenden von ganzem Herzen für die gemeinsamen Jahre und für ihre gemeinsame Streitkultur. Für seine Zukunft wünschte sie ihm, dass er seinem Traum "Europa" leben dürfe.
Anja Hajduk, eine von Bütikofers engsten politischen Freundinnen, nannte den noch bis zum morgigen Samstag amtierenden Bundesvorsitzenden einen "Vordenker" der Partei. Noch während der Regierungszeit im Jahr 2002 habe Bütikofer sich um die Verabschiedung des Grundsatzprogramms von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf dem Parteitag in Berlin verdient gemacht.
Auch die Umweltsenatorin aus Hamburg würdigte Bütikofers Kraft, die verschiedenen der Stimmen aus der Partei zu respektieren und in Kompromissen zusammenzuführen.

In einem kurzen Film verabschiedeten sich noch weitere Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen von Reinhard Bütikofer – unter anderem Renate Künast, Jürgen Trittin, Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Frank Bsirske (ver.di), die Bundespräsidentschaftskandidatin Gesine Schwan und der US-amerikanische Neo-Konservative Jeff Gedmin.
Sichtlich gerührt bedankte sich Bütikofer für den lautstarken Applaus der stehenden Bundesdelegierten, Mitarbeitern und Gästen. Namentlich nannte er nur eine kleine Auswahl. Sie alle stünden beispielhaft für die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer, ohne die er sein Amt so nicht hätte ausfüllen können. "Ich habe mich auf Händen getragen gefühlt. Danke." (14.11.2008)