Erste Erfolge der Datenrückholaktion
Die Kampagne "Deine Daten gehören Dir! Hol sie Dir zurück!" ist erfolgreich gestartet. Verbraucherinnen und Verbraucher haben unzählige Anfragen an die vier besonders hungrigen Datenkraken gestellt. Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten, die Medien berichteten.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben uns ein positives Feedback zu unserer Aktion gegeben und von ihren Erfahrungen mit den Unternehmen berichtet. Das zeigt, dass es einen großen Bedarf gibt, zu erfahren, was mit den eigenen Daten passiert.
Von diesem, in §34 des Bundesdatenschutzgesetzes verankerten, Recht kann man mit unseren Musteranschreiben ganz leicht Gebrauch machen und sich bei Payback, Arvato, Amazon und Schober über die zur eigenen Person gespeicherten Daten erkundigen.
Nach den aktuellen Datenskandalen haben wir auch ein Anschreiben an die Telekom entworfen, mit dessen Hilfe man erfahren kann, ob die eigenen Daten betroffen waren.
Reaktionen der Datenkraken
Von Arvato haben wir bereits Beschwerden erhalten, dass sie den Ansturm der Anfragen kaum noch bewältigen können, verbunden mit der Bitte, dass wir die Kampagne doch einstellen mögen.
Die Datenauskunft bei Amazon.de hat sich für viele zunächst schwierig gestaltet, wie der E-Mail-Verkehr von Otto Vebraucher (Name von der Redaktion geändert) zeigt. Dieser besonders nette und hartnäckige Verbraucher hat uns seine Kommunikation mit dem Unternehmen zur Verfügung gestellt und nach zahlreichen Nachfragen nun einen Teilerfolg erzielen können: seine Datenanfrage ist in Bearbeitung. Lies seine unterhaltsame Geschichte. Anfragen bei Amazon.de werden jetzt übrigens deutlich schneller und einfacher beantwortet.
Über unsere Kampagne wurde in zahlreichen Online-Medien und Blogs berichtet, darunter stern.de, zeit online, heise online und netzpolitik.org.
Deine Daten gehören Dir! Mach mit und hol sie Dir zurück! Denn mit Deiner Auskunftsanfrage protestierts Du gleichzeitig gegen die Datensammelwut der Unternehmen. Die Beantwortung jeder Anfrage bedeutet zusätzlichen Aufwand, vor allem, wenn in großem Umfang Daten gespeichert werden. Stopp mit uns die Datenkraken! (23.10.2008)