Portrait Claudia Roth
PM Nr.132/08 vom 30.09.2008

Pöstchenschieberei ist kein Neubeginn

Zum Rücktritt von CSU-Chef Erwin Huber erklärt Claudia Roth,
Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Wenn Erwin Huber seinen Platz frei macht und ein als Minister in Berlin gescheiterter und im bayerischen Wahlkampf für sein unglaubwürdiges Herumgeeiere bei der Gentechnik aufgefallener Horst Seehofer offenbar an seine Stelle treten soll, dann ist das kein Neubeginn, sondern nur eine neue Runde im Intrigantenstadel CSU. Eine Populistenrochade zwischen einem Erwin Huber, der das Blaue vom Himmel versprochen hat, und einem Horst Seehofer, der jedem verspricht, was er hören will, hilft Bayern nicht weiter.

Die CSU wurde am Sonntag krachend abgewählt, nicht bloß weil Herr Huber und Frau Ha-derthauer in den letzten Monaten Fehler gemacht haben, sondern weil die CSU über Jahre hin-weg mit Großmannssucht, Arroganz, Intrigen und einem politischen Zickzackkurs die Probleme der Menschen in Bayern aus den Augen verloren hat.

Der CSU täte jetzt Demut vor dem Wählervotum gut. Statt Pöstchen zu schieben sollte sie den Weg für einen wirklichen Neuanfang in Bayern frei machen - und die demokratische Rolle als Opposition annehmen.”

 


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundesvorstand
Sigrid Wolff, Pressesprecherin, Platz vor dem neuen Tor 1, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30/28442-131/134, Fax: +49 (0)30/28442-234
LINKS