
Köln ist bunt
Zum Anti-Islam-Treffen rechtsextremer Gruppen in Köln erklärt Claudia Roth,
Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Der von ,Pro Köln' organisierte Versuch, Rechtsextreme aus ganz Europa in Köln zu versammeln, um Menschen islamischen Glaubens zu diffamieren, zu kriminalisieren und auszugrenzen, darf nicht gelingen. Es ist ein sehr gutes und wichtiges Signal, wenn Kölnerinnen und Kölner heute in einem breiten Bündnis von Parteien, Gewerkschaften und vielen anderen Organisationen bis hin zu vielen Kneipenwirten friedlich dafür eintreten, dass ihre Stadt nicht für dumpfe, anti-islamische Stimmungsmache missbraucht wird. Köln ist bunt, weltoffen und tolerant und zeigt ganz klar, dass es sich nicht nicht von rassistischer Hetze auseinanderdividieren lässt.
Dieses starke Zeichen ist wichtig, da dumpfe Vorurteile und krude Vorstellungen über den Islam in Europa zunehmen und rechtspopulistisch geschürt werden. Hier sind Angehörige aller Glaubensrichtungen genauso wie Nicht-Gläubige gefordert, tagtäglich für Toleranz, garantierte Religionsfreiheit und Pluralismus als zentralen Grundprinzipen unserer Demokratie einzutreten.
Eine gefährliche Entwicklung ist der Versuch, die rechtsextreme Szene länderübergreifend zu vernetzen. Notwendig ist ein stärkeres gemeinsames Engagement der Europäischen Union gegen Rechtsextremismus in Europa, einschließlich gezielter Aktionsprogramme. Dafür könnte unter anderem eines der nächsten europäischen Aktionsjahre dem Kampf gegen Rechtsextremismus gewidmet werden."
Sigrid Wolff, Pressesprecherin, Platz vor dem neuen Tor 1, 10115 Berlin
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