"Spiel mit dem Feuer"
"Das Stromoligopol produziert besonders teuren Strom" entzauberte Reinhard Bütikofer das Gerücht über vermeintlich günstigeren Atomstrom. Deutschland habe teurere Durchleitungskosten als der EU-Durchschnitt. Jetzt nach Großkraftwerken zu rufen, sei Veralberung der Privatleute und der Wirtschaft."
Nach wie vor gehe es den Grünen um eine Mehrheit für den Atomausstieg sagte der Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am Montag in Berlin mit Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl. "Dafür werden wir kämpfen."
Unsicherheit während des Betriebs
Die Menschen müssten vielleicht an die Sicherheitsrisiken erinnert werden, mahnte Bütikofer. Die Atomtechnik habe immer noch Sicherheitsrisiken während des Betriebs. Beweise dafür sind der Brand im Atomkraftwerk Krümmel und die Notabschaltung von Brunsbüttel im vergangenen Jahr.
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Unsicherheit bei der Endlagerung
Das Problem der Endlagerung scheint wieder ganz am Anfang zu stehen. Bütikofer erklärte, spätestens seit den Vorfällen in Südfrankreich und in Asse sei die Lagerung von Atommüll in Salz ein gescheitertes Modell. Es gebe keine sichere Lagerung von Atommüll. "Was für mehrere Hunderttausend Jahre hätte halten müssen, ist jetzt nach 40 Jahren gescheitert."
Unsicherheit in der Terror-Abwehr
Der ansonsten von Innenminister Schäuble häufig verwendete Sicherheitsaspekt des Terrorismus, ist in der öffentlichen Debatte über Atomkraftwerke selten zu finden. Gegen einen Flugzeugangriff ist keines der 17 deutschen Atomkraftwerke geschützt.
Bütikofer sagte, je mehr Atomkraftwerke entstehen, desto größer sei die Gefahr der Proliferation der Atombombe. "Ich halte das für ein Spiel mit dem Feuer.", so der Bundesvorsitzende. (14.07.2008)