Roth fordert Zugang für Helfer
Angesichts der immer dramatischeren Situation in Birma hat die Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Claudia Roth, eine "schnelle und umfassende Nothilfe für die Menschen in Birma" gefordert. Nach der großen Tragödie, die nach gegenwärtigen Einschätzungen bis zu 100.000 Menschen das Leben gekostet hat, forderte sie, jetzt schnell "das Überleben der vielen Millionen Menschen zu sichern, die durch diese Katastrophe ihrer Lebensgrundlagen beraubt wurden“.
Die birmanesische Militärjunta müsse deshalb sofort die "brutalen und kaltschnäuzigen Verhinderungspraktiken" gegenüber den bereit stehenden internationalen Hilfsorganisationen beenden, damit den Menschen in allen betroffenen Regionen des Landes geholfen werden könne, so Roth. Es sei auch nicht hinnehmbar, dass das birmanesische Militär nur die Hilfslieferungen übernehmen wolle ohne die Hilfsorganisationen ins Land zu lassen, weil dann sehr fraglich sei, „ob die Hilfen wirklich bei den Bedürftigen ankommen“, betonte die Bundesvorsitzende.
Der internationale Druck auf das Militärregime in Birma müsse „drastisch erhöht“ werden, sagte Claudia Roth, um „eine weitere humanitäre Katastrophe zu verhindern“. Deshalb müsse auch die für Samstag geplante „Farce eines Verfassungsreferendums“ in Birma verschoben werden, forderte Roth. Die Regierung Birmas müsse jetzt alle ihre Kräfte und Möglichkeiten für eine "nachhaltige Unterstützung der Opfer" einsetzen. (08.05.2008)