"Gipfel des Stillstandes"
Nach fast sechs Monaten Pause tagt am Montag der Ausschuss der großen Koalition. Reinhard Bütikofer nannte das Treffen einen "Gipfel des Stillstandes". In einer Pressekonferenz in Berlin forderte der Bundesvorsitzende die Begrenzung von Managergehältern anzugehen.
Angesichts der ablehnenden Haltung der CDU zur Einführung von Regelungen von Managergehältern, erinnerte Reinhard Bütikofer die Union an ihre Wahlversprechen. Er zitierte das Bundestagswahlprogramm der CDU aus 2005, in dem die "Festlegung eines Rahmens für Vorstandsgehälter" schriftlich festgehalten ist.
Grüne Forderungen zu Vorstandsvergütungen
Die Grünen forderten, die Hauptversammlung der Aktionäre solle jährlich über das Gesamtvolumen der Vergütung des Vorstands abstimmen, sagte der Bundesvorsitzende. Dabei sei "nicht nur die monetäre Vergütung sondern sämtliche Zulagen" mit einbezogen.
Aktien und Aktienoptionen, die als Bestandteile der Vorstandsvergütung gewährt werden, sollten, laut Bütikofer, nicht vor einem Ablauf von fünf Jahren verkauft werden dürfen. Bei Firmenkäufen oder –verkäufen sollten die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder keine Prämien erhalten.
Vorstandsmitglieder sollten erst fünf Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat wechseln dürfen. Die Amtszeit der Aufsichtsräte solle auf zwölf Jahre begrenzt werden. Maximal fünf Aufsichtsratsmandate sollten laut Bütikofer gleichzeitig wahrgenommen werden dürfen. (28.04.08)