Weltagrarrat fordert Landwirtschaftsreform
Weizen, das Grundnahrungsmittel in vielen Ländern, ist so teuer wie nie. Auch bei anderen Grundnahrungsmitteln sind die Preise drastisch gestiegen. Reinhard Bütikofer begrüßte die Forderungen des Weltagrarrates nach radikalen ökologischen Reformen in der Landwirtschaft.
Anstatt dem Ziel der Vereinten Nationen, bis 2015 die Zahl der hungernden Menschen zu halbieren, näher zu kommen, droht gegenwärtig eine wachsende Hungerkrise. IWF und Weltbank warnten in dieser Woche vor den dramatischen Folgen für die betroffenen Menschen und Länder.
Bericht des Weltagrarrates
Im jüngsten Bericht des Weltagrarrates wird nun eine radikale Reform der Landwirtschaft gefordert. Dieser Bericht, so Reinhard Bütikofer, zeige, dass es "tatsächlich soziale und ökologische Alternativen gebe". Er unterstützte dessen Forderungen nach "natürlichem Dünger und traditionellen Methoden". Darauf hätten die Grünen schon seit Jahren verwiesen. Damit widerlege dieser Bericht auch "die Propaganda der Gentechnik-Fanatiker und Saatgut-Patentierer."
"Bei aller berechtigen Kritik an den Irrwegen der Agrospit-Entwicklung", verwies Bütikofer insbesondere auf die fatalen Auswirkungen der EU-Agrarsubventionspolitik für Drittländer. Sie sei dort "Hunger fördernd statt Hunger bekämpfend." (17.04.2008)