"Tag der Menschenrechte"

Am Samstag haben in München rund 1000 Menschen friedlich gegen die Gewalt in Tibet demonstriert. Die in China verbotene Flagge Tibets wehte  auf dem Marienplatz, als die internationale Friedensfackel ankam. Claudia Roth, Bundesvorsitzende der Grünen, sprach von einem "Tag der Menschenrechte."

Der alternative Fackellauf der Freedom-Torch ist angelehnt an den offiziellen olympischen Fackellauf. 50 Städte weltweit nehmen an der Protestkundgebung teil.

Die Veranstalter protestieren gegen die Gewalt der chinesischen Regierung an den tibetischen Demonstranten. Sie kämpfen für ein freies Tibet und eine eigene tibetische Olympiamannschaft. Die nächste Station der Fackel wird Edinburgh sein.

Die Bundesvorsitzende Claudia Roth kritisierte, dass die Wirtschaft ihren Einfluss auf die chinesische Regierung nicht nutzen würde.  "VW etwa sponsort einen Teil des olympischen Fackellaufs, das muss nicht sein", sagte Roth.

Kritik an der Bundesregierung

Von Außenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) forderte sie, eine konkrete Initiative einzuleiten, die die Gewalt in Tibet aufhalte. Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse mehr für das Volk des Dalai Lama tun.

Noch im September 2007 hatte die Kanzlerin das religiöse Oberhaupt der Tibeter im Kanzleramt empfangen. Damals hatte sie ihm Unterstützung  zugesagt. Dieses Versprechen müsse jetzt eingehalten werden, sagte Roth. (31.03.2008)

 

 

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