Aus für "schwebenden Unsinn"

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Die Münchner Transrapid-Strecke wird aufgrund zu erwartender Kosten von drei Milliarden Euro nicht gebaut. Die Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth und Reinhard Bütikofer, nannten das Aus einen "klaren K.O.-Sieg von Adam Riese gegen Erwin Huber und die bayerische CSU".

Der "Offenbarungseid für dieses langjährige Lieblings- und Prestigeprojekt der bayerischen Staatspartei" verdeutliche den "Ernüchterungsprozess gegenüber der CSU", sagten die Bundesvorsitzenden am Donnerstag.

Theresa Schopper, die grüne Landesvorsitzende in Bayern, sagte, es sei schon lange offensichtlich gewesen, "dass der Transrapid wesentlich teurer wird als die offizielle Zahl von 1,85 Milliarden Euro". Die CSU habe viel zu lange an dem "schwebenden Unsinn" festgehalten.

Der Bau des Transrapids zwischen der Münchner Innenstadt und dem Flughafen Franz Josef Strauß sollte zur Hälfte der Bund zahlen. Gegen eine Kostenexplosion war mit maximal 925 Millionen Euro eine Obergrenze festgelegt worden.

Die neu vorgelegte Summe von mehr als drei Milliarden Euro hat den Rahmen gesprengt. Damit ist das Prestigeobjekt des erst kürzlich geschiedenen CSU-Parteichefs Edmund Stoiber und des noch amtierenden CSU-Chefs Huber beendet. 

Für Huber sei dies, nach den schlechten Wahlergebnissen und dem Desaster bei der Landesbank, eine weitere peinliche Niederlage, kommentierte Schopper in München. (27.03.2008)

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