Schutz vor Gewalt

Zum Frauentag haben Claudia Roth und Astrid Rothe-Beinlich aus dem Bundesvorstand eine Mega-Postkarte an Anja Kofbinger übergeben. Die frauenpolitische Sprecherin der Berliner Abgeordnetenfraktion wird die Karte und die damit verbundenen Forderungen an den Berliner Bürgermeister weitertragen.

"Gewalt gegen Frauen ist bittere Realität" sagte die Bundesvorsitzende Claudia Roth. 37% der Frauen erführen mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt. Häusliche Gewalt sei dabei das häufigste Verbrechen. Jede vierte Frau sei in ihrer Partnerschaft Gewalt ausgesetzt und damit lauere ständig Bedrohung zu Hause.

Frauenhäuser sichern

Frauenhäuser und Beratungsstellen seien meist die einzigen Zufluchtsorte. Diese Sozialeinrichtungen würden jedoch in vielen Ländern und Kommunen drastisch eingespart, sagte Roth. Deshalb müsse der Schutz von Frauen vor Gewalt staatliche Pflichtaufgabe werden, forderte Astrid Rothe-Beinlich, frauenpolitische Sprecherin der Partei. Bündnis 90/Die Grünen würden sich bei den Landesregierungen dafür einsetzen, dass der Schutz der Frauen auch in den Verfassungen der Länder festgeschrieben werde.

Staat in die Pflicht nehmenFrauentag Rothe-Beinlich, Roth, Kofbinger

"Gewalt gegen Frauen ist Gewalt, die uns alle angeht." sagte die Bundesvorsitzende Claudia Roth. Deswegen starten Bündnis 90/Die Grünen bundesweit zum internationalen Frauentag am 8.März eine Postkartenaktion mit Forderungen an die Landesminister.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Frauen mit Migrationshintergrund. Diese seien besonders häufig Opfer von Gewalt und benötigen deshalb besonders intensive gesetzliche Unterstützung, so Rothe-Beinlich. "Wir brauchen ein eigenes Aufenthaltsrecht für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind." Opfer von Zwangshochzeiten bräuchten ein längeres Rückkehrrecht nach Deutschland. (07.03.2008)

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