Nach einem schweren Erdbeben im Saarland hat sich die grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth am Montag für den Stopp im Bergabbau ausgesprochen. Die Stärke des Bebens habe gezeigt, dass der Bergbau "außer Kontrolle geraten" sei. Roth forderte nun für die Kumpel "sozialverträgliche Lösungen."
Roth machte deutlich, dass ein lediglich vorläufiger Abbaustopp einem "Placebo" gleichkäme. Statt Gras über die Sache wachsen zu lassen, müssten sowohl SPD als auch Linkspartei anerkennen, "dass es keine Zukunft für den Bergbau im Saarland" gibt. Deshalb forderte die grüne Bundesvorsitzende die saarländische Landesregierung auf "den vorläufigen Abbaustopp in einen endgültigen Abbaustopp umzuwandeln." Roth warf der Landesregierung in Saarbrücken vor in den letzten Jahren die Einleitung des Strukturwandels versäumt zu haben. Nun stünden viele Bergleute vor einem "Trümmerhaufen".
Nach Aussage Roths, werde jeder Arbeitsplatz im Bergbausektor mit 75.000 EUR subventioniert. Dies zeige deutlich, dass es für sozialverträgliche Lösungen Kapazitäten gebe. Am Wochenende war es im Saarland zu einem Grubenbeben der Stärke 4,0 auf der Richterskala gekommen. Die hiesige Steinkohle AG hatte daraufhin die Arbeit der rund 4.000 Kumpel im Bergbau eingestellt. Verletzt wurde beim Beben niemand. (26.02.2008)