Reinhard Bütikofer
PM Nr.298/07 vom 13.12.2007

Getroffene Hunde bellen

Zu den Äußerungen von Katharina Reiche über die Studie zu Krebsrisiken für Kleinkinder in der Nähe von Atomkraftwerken erklärt Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen:

„Getroffene Hunde bellen. Dieses Sprichwort bestätigt Katharina Reiche mit ihren substanzlosen Ausfällen gegen den Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König. König hat verantwortlich gehandelt. Er durfte den möglichen Zusammenhang zwischen Atom, Krebs und Kindern nicht verschweigen, zumal die Studie nicht einseitig von Atomkraftgegnern gemacht wurde. Die Studie sagt nicht, es gebe keinen Zusammenhang zischen der Nähe zu einem AKW und der Krebshäufigkeit bei Kindern. Sie sagt stattdessen, dieser sei nicht nachgewiesen.

Wenn Frau Reiche, statt sich für Vorsorge einzusetzen, sich als Bundestagslobbyistin der Atomwirtschaft betätigt, dann zeigt sie damit zum wiederholten Mal ein unerträgliches Maß von Bedenkenlosigkeit. Schon bei ihrem Eintreten für mehr Forschung an embryonalen Stammzellen konnte man nur verwundert den Kopf schütteln. Besorgte Eltern werden sich durch einen solchen Persilschein aus der CDU/CSU Bundestagsfraktion verraten fühlen.“


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