Reinhard Bütikofer
PM Nr.295/07 vom 08.12.2007

Leukämie-Risiko

Zu den Ergebnissen der vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegebenen Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz zur Krebsgefahr in der Nähe von Atomkraftwerken erklärt Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen:

"Die vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegebene epidemiologische Studie ist die wissenschaftlich genaueste, die zu diesem Thema in Deutschland bisher erstellt wurde. Umso mehr muss man ihre eindeutigen Ergebnisse ernst nehmen. Die Studie darf nicht wieder  - wie Vorgängerstudien zur Zeit der Umweltministerin Merkel - zur Seite gewischt werden.

Der nun dargelegte statistische Zusammenhang zwischen Leukämie –Häufigkeit bei Kindern und der Nähe zu Atomkraftwerken beantwortet noch nicht alle wissenschaftlichen Fragen nach den genauen Kausalzusammenhängen im Einzelnen. Deshalb muss die Bundesregierung nun eine weitere wissenschaftliche Vertiefung in Auftrag geben.

Für die praktische Politik allerdings ist die Botschaft der BfS-Studie sehr einfach zu bilanzieren: Wer angesichts solcher Ergebnisse für einen längeren Betrieb von Atomkraftwerken oder gar deren Neubau eintritt, handelt völlig verantwortungslos.

Die Atomenergie erweist sich immer wieder als unbeherrschbare Risikotechnologie. Wir Grüne fordern die beschleunigte Abschaltung gerade der ältesten Atomkraftwerke."


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