Klimaschutz-Rute für die Kanzlerin

Klimarute

Die Kanzlerin bekommt zu Nikolaus die Klimarute: Diese vergaben Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen symbolisch in einem großen Nikolausstiefel am Donnerstag vor dem Bundeskanzleramt in Berlin. "Klimaschutz gibt's nicht geschenkt, Frau Merkel", so der Bundesvorsitzende Reinhard Bütikofer.

Er forderte die Regierung zu entschlossenem Handeln auf: "Wir erwarten von Frau Merkel, dass die Bundesregierungs sich 2008 mehr anstrengt als dieses Jahr." Wie viele klimapolitische Maßnahmen und Entscheidungen zuvor sei auch das am Mittwoch von der Regierung verabschiedete Klimaschutzpaket "eine Enttäuschung und Mogelpackung", kritisierte der Grünen-Vorsitzende. Schwarz-rot packe darin zwei entscheidende Bereiche gar nicht erst an: Kohle und Landwirtschaft blieben ausgespart.

Um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen und wirksame Klimaschutzpolitik zu fordern, rufen Aktivisten für den 8. Dezember zum internationalen Klimaaktionstag auf. Weltweit werden über 100.000 Menschen auf die Straße gehen. In Deutschland sollen zwei Demonstrationen in Berlin und Neurath bei Düsseldorf das Startsignal für eine neue Klimaschutzbewegung setzen.

KlimaruteEbenfalls am Samstag haben Umweltorganisationen wie BUND, Greenpeace und WWF, der Fernsehsender Pro Sieben, die Bild-Zeitung und andere zur Aktion "Licht aus! Für unser Klima." aufgerufen. Für fünf Minuten soll in Deutschland das Licht ausgehen, um ein Zeichen an die UN-Weltklimakonferenz auf Bali zu senden, die in diesen Tagen stattfindet. Es gilt, einen Fahrplan zu entwerfen, um in Sachen internationalem Klimaschutz nahtlos an das Abkommen von  Kyoto anzuknüpfen. Das läuft 2012 aus und für die Fortsetzung des Kyoto-Prozesses muss die Konferenz auf der indonesischen Insel Bali die Weichen stellen. (06.12.2007)

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