
Rückfall in muffige Zeiten
Zu den Äußerungen von Bundeskanzlerin Merkel und Familienministern von der Leyen über die Einführung eines Betreuungsgeldes erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen:
„Frau Merkel und Frau von der Leyen knicken vor dem konservativen Flügel in der Union endgültig ein. Mit dem Betreuungsgeld verabschiedet sich die CDU vom Versuch einer Modernisierungsstrategie in der Familienpolitik. Sie fällt zurück in die muffige Zeit des Patriarchen Kohl. Das Betreuungsgeld ist eine Herdprämie für daheim bleibende Frauen.
Es setzt falsche Anreize. Kinder, gerade auch aus bildungsfernen Schichten, werden eher daheim bleiben und damit keine frühkindliche Förderung in Kindertagesstätten erhalten. Wir wollen die Kinderbetreuung quantitativ und qualitativ verbessern, damit alle Kinder eine möglichst frühe und hochwertige Förderung bekommen können.“
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