
Ideenlosigkeit
Zur Kultusministerkonferenz erklärt Steffi Lemke, Politische Bundesgeschäftsführerin
von Bündnis 90/Die Grünen:
„Die Beratungen der Kultusminister offenbaren vor allem eins: Die politische Ideenlosigkeit der Bundesbildungsministerin.
Zu Recht haben sich die Länder gegen die Einführung eines Zentralabiturs gewehrt. Zentralität heißt nicht erhöhte Vergleichbarkeit und heißt schon gar nicht bessere Qualität der Schulbildung. Das aber sind die Herausforderungen der Stunde! Dass Frau Schavan nicht mehr einfiel, als ihr Heil in der Zentralisierung zu suchen, ist ein Armutszeugnis für sie und die Bundesregierung. Die Bundesregierung täte gut daran, diese Diskussion jetzt entgültig zu beenden und sich statt dessen den eigentlich wichtigen Fragen zuzuwenden.
Im Kampf gegen die Wirrungen des Bildungsföderalismus braucht es mutige und kreative Schritte und keine Ladenhüter wie das Zentralabitur. Ziel muss es sein, die Barrieren des Bildungsföderalismus abzubauen und einen gemeinsamen deutschlandweiten Handlungsrahmen bei größtmöglicher Autonomie der Schulen zu schaffen. Tausende Gymnasiasten warten auf konkrete Verbesserungen bei den Lern- und Arbeitsbedingungen. Deshalb darf die Vereinbarung auf erweiterte gemeinsame Standards jetzt nicht zu jahrelanger Selbstbeschäftigung der Kultusminister führen.“
Sigrid Wolff, Pressesprecherin, Platz vor dem neuen Tor 1, 10115 Berlin
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