Jetzt Ökostrom statt teuren Strom!

Foto: Jan Ortgies/photocase.com

"Es ist höchste Zeit den Anbieter zu wechseln", appellierte der grüne Bundesvorsitzende Reinhard Bütikofer angesichts der angekündigten Strompreiserhöhung zum Januar. Vielerorts sei Ökostrom inzwischen sogar billiger als klimaschädlicher Strom aus Kohle oder Energie aus risikoreicher Atomkraft.

Die Behauptung von E.ON-Chef Wulf Bernotat am Montag in Düsseldorf, Erneuerbare Energien und der Staat seien verantwortlich für die Preissteigerungen, wies Bütikofer zurück. Bernotats Äußerungen sind Bütikofer zufolge der "verzweifelte Hohn eines Oligopolisten, der jedes Vertrauen verspielt hat." Allein das Entgelt für die Nutzung der Netze betrage 30 bis 40 Prozent des Strompreises, erklärte der Grünen-Vorsitzende am Dienstag in Berlin. Die Netze aber gehören den vier großen Energiekonzernen, die so "auch auf diesem Wege mit jeder Erhöhung den größten Reibach machen".

Der Energiekonzern E.ON hatte am Montag angekündigt, die Strompreise um bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen, der Gaspreis soll um bis zu 8,8 Prozent erhöht werden. "Warum sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher für dreckigen Kohlestrom und Atom jedes Jahr tiefer in die Tasche greifen, wenn die Alternativen so einfach zu haben sind", fragte Bütikofer und rief dazu auf, die Verträge bei Energiekonzernen zu kündigen und zu mittelständischen Betrieben als Anbieter von Ökostrom zu wechseln.

Damit werden Haushaltskasse und Klima geschont, der Wettbewerb auf dem Strommarkt gefördert und die Boombranche Erneuerbare Energien, die jedes Jahr zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland schafft, angekurbelt. Besonders unkompliziert ist der Wechsel zu Ökostrom auf der Seite www.atomausstieg-selber-machen.de, die von einem Bündnis aus Verbraucherschutz- und Umweltverbänden betrieben wird. (16.10.2007)

 

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