Friedensnobelpreis für den Klimaschutz
Zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Al Gore und den Weltklimarat IPCC erklären Claudia Roth und Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen:
„Mit den gemeinsamen Preisträgern Al Gore und dem Weltklimarat IPCC hat das Nobel-Komitee eine ausgezeichnete Wahl getroffen! Amerikas berühmtester Grüner, Al Gore, steht mit seinem Film ,Eine unbequeme Wahrheit’ und seinem großen persönlichen Einsatz für den Aufbruch der USA im Kampf gegen den Klimawandel und gegen die Blockade durch Präsident Bush. Besonders freuen wir uns über die Auszeichnung des IPCC unter dem Vorsitz von Rajendra K. Pachauri. Der IPCC leistet seit 1988 hervorragende Arbeit bei der wissenschaftlichen Erforschung des Klimawandels unter schwierigen Bedingungen, gegen den Druck nationaler Regierungen und Partikularinteressen. Dem Klimarat ist es gelungen, seine Heterogenität als Gremium von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zu einem Vorteil umzukehren. Mit wissenschaftlicher Seriosität, großer Beharrlichkeit und geschickter Diplomatie hat der Klimarat international eine hohe Glaubwürdigkeit erlangt und so das Bewusstein der Menschen über die Herausforderungen und die notwendigen Antworten auf den Klimawandel in der ganzen Welt stark beeinflusst.
Nach Wangari Maathai im Jahre 2004 haben mit Al Gore und dem IPCC zum zweiten Mal ,Grüne’ für ihren Einsatz im Kampf gegen Klimawandel, Umweltverschmutzung und Naturzerstörung den Friedensnobelpreis bekommen. Das Nobel-Komitee macht damit deutlich, dass die ökologische Bedrohung unseres Planeten eine fundamentale Gerechtigkeitsfrage ist und es um das menschliche Überleben geht.
Wir Grüne fühlen uns durch die Auszeichnungen in unserem Engagement gegen den Klimawandel ermutigt.“
Sigrid Wolff, Pressesprecherin, Platz vor dem neuen Tor 1, 10115 Berlin
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