"Handwerk hat grünen Boden"
Am Anfang stand die Überlegung: Die ehrgeizigen Ziele im Klimaschutz sind nur gemeinsam mit dem Handwerk zu erreichen. Eine Woche Handwerkstour und fast 20 Diskussionsrunden später fühlen sich die Grünen in ihrem Anliegen bestätigt, im Handwerk einen starken Partner zu suchen. Eine Tour-Bilanz.
Der grüne Bundesvorsitzende Reinhard Bütikofer bereiste drei Bundesländer, um herauszufinden: Wo liegen die Chancen und Herausforderungen im Klimaschutz? An welcher Stelle kann das Handwerk eine zentrale Rolle spielen? Wo genau öffnen sich Zukunftsperspektiven in den Bereichen Energieeffizienz und dezentraler Energieversorgung? Wie gut ist das Handwerk dafür aufgestellt und welche politischen Rahmenbedingungen wünscht es sich von den Grünen?
Schon bei den ersten "Werkstattgesprächen" in Bayern war der Empfang dem Bundesvorsitzenden zufolge offen und neugierig - eine Erfahrung, die sich in Hessen und Thüringen wiederholte. Ob im Gebäudebau, der Altbausanierung, der Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien, beim Energiesparen oder der Energieeffizienz – die Grünen wurden als glaubwürdiger Ansprechpartner in ökologischen Fragen aufgenommen. Bundesvorsitzender, Landesvorsitzende, Bürgermeister, Kreisvorstände und Kreistagsfraktionen konnten von den Gesprächen viele Anregungen mitnehmen und sie in ihre politische Arbeit einfließen lassen.
Viel Lob erfuhren die Grünen für ihr Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG), das für zahlreiche Aufträge im Handwerk sorgte. Auf nahezu allen Stationen seiner Reise wurde Bütikofer ermutigt, für ein ähnliches Konzept im Wärmebereich zu streiten. Auch einen ökologisch sinnvollen Gebäudepass, Verbesserungen in der Energie-Einsparverordung (EnEV) und eine Förderung der Passivhaus-Bauweise wünschten sich die Praktiker.
Im Gespräch mit Handwerkern, Kammern, Innungen, Verbänden und Auftraggebern für das Handwerk wurde aber auch klar: Die Gemeinsamkeiten von Grünen und Handwerk reichen über den Kernbestand der Ökologie hinaus. Genannt wurden etwa die grüne Kompetenz in der Steuergesetzgebung sowie der Einsatz für bessere Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk.