G8-Gipfel: Erfolg misst sich am Zwei-Grad-Ziel

Die Grünen haben vom G8-Gipfel klare Klimaschutzziele gefordert. Der Vorsitzende der Partei, Reinhard Bütikofer, sagte, in der Abschlusserklärung müsse das Ziel verankert werden, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. "Daran misst sich Erfolg oder Scheitern."

Plakataktion der Grünen im Rostocker Hafen für KlimaschutzUS-Präsident George Bush betreibe mit dem Klimaschutz ein zynisches Spiel, kritisierte Bütikofer. Er lehne klare Zielsetzungen ab, und er wolle den Vereinten Nationen keine zentrale Rolle beim Klimaschutz zugestehen. Dafür missbrauche Bush die wirtschaftlichen Interessen der Schwellenländer.

Bundeskanzlerin Angela Merkel stehe deshlab in besonderer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Bush mit seinem zukunftsvergessenen Spiel nicht durchkomme. "Die Zeit der Leugner, Ignoranten und der Hasenfüßigen ist ein für alle mal vorbei", sagte Bütikofer. "Bush jetzt nachzugeben wäre eine folgenreiche und selbstverschuldete Niederlage."

Mit einer Aktion im Rostocker Hafen, machten die Grünen noch einmal Druck. Mit einem prägnanten Bild zeigte die Partei: Die G8-Staaten müssen jetzt handeln. Der Grund: Der Klimawandel bedroht uns alle.

Claudia Roth und Reinhard Bütikofer vor dem Plakat für mehr Klimaschutz im Rostocker Hafen

Die Staats- und Regierungschefs der acht großen Industriestaaten stehen als Pappkameraden gedrängt auf einer für sie eigentlich viel zu kleinen Eisscholle. "Das Eis wird immer dünner" heißt es darüber auf dem grünen Banner, das die Forderung der Bündnisgrünen deutlich macht: Der G8-Gipfel in Heiligendamm muss sich auf sofortige, verbindliche Klimaschutzmaßnahmen verständigen und sich zu einer deutlichen Senkung der Emissionen verpflichten. (06.06.2007)

 

 

LINKS