Gewalttäter schaden dem G8-Protest
Bündnis 90/Die Grünen haben ihre Kritik an den Ausschreitungen durch Autonome in Rostock erneuert. Zehntausende Menschen hätten am Samstag friedlich, bunt und kreativ demonstriert, betonte die Bundesvorsitzende Claudia Roth. Die Gewalttäter hätten dem Anliegen der G8-Protestaktivisten geschadet.
Der Bundesvorsitzenden zufolge habe es klare Absprachen für einen friedlichen Protest gegeben. "Ich persönlich bin sehr wütend, dass es anders gekommen ist", sagte Roth nach einer Bundesvorstandssitzung ihrer Partei am Montag in Rostock . Die Ausschreitungen hätten sie überrascht: "Das war so nicht absehbar." Das Verhalten der Polizei bei der Anti-G8-Großdemonstration am Samstag bewertete die Grünen-Vorsitzende positiv. Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern habe an der polizeilichen Deeskalationsstrategie festgehalten.
Auch die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen verurteilte die Gewalt: "Die Autonomen, die gestern Gewalt angewendet haben, haben die spätere Eskalation ausgelöst und damit der Sache geschadet, für die alle anderen zur Demo kamen", erklärten am Sonntag die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Fritz Kuhn. Die friedlichen Proteste gegen den Klimawandel, für mehr Entwicklungshilfe und eine gerechte Globalisierung seien "richtig und wichtig". Aber: "Der berechtigte Einsatz für eine gerechtere Weltordnung muss friedlich erfolgen." (04.06.2007)