Rostock: Grüne veruteilen Gewalt
Bündnis 90/Die Grünen bedauern, dass die friedliche, bunte Demonstration in Rostock mit zehntausenden Menschen aus dem In- und Ausland durch eine Minderheit gewalttätiger Randalierer überschattet wurde: Dies sei "sehr schmerzlich", so die Bundesvorsitzende Claudia Roth, "wir verurteilen diese Gewalt."
Roth erklärte am Sonntag in Rostock, die "brutalen Ausschreitungen gewaltbereiter Autonomer" hätten "dem Protest für eine gerechte Globalisierung einen Bärendienst erwiesen". Die Demonstration und die Kundgebung in Rostock von zehntausenden Globalisierungskritikern, Umweltschützender, Friedensaktivisten und anderen waren zuvor friedlich und dank Musik und Showeinlagen zum Teil gar in Feierlaune verlaufen. Ein Block schwarz gekleideter, zum Teil vermummter Autonomer lieferte sich jedoch immer wieder und bis zum Abend anhaltend schwere Straßenschlachten mit den Hundertschaften der Polizei. Nach Schätzungen der Polizei handelte es sich dabei um bis zu 3.000 Randalierer.
Nachrichtenberichte sprachen im Anschluss von mehreren hundert verletzten Polizisten, aber auch von verletzten gewaltlosen Demonstranten, die zum Teil versucht hatten, sich friedlich zwischen die Autonomen und die Polizei zu stellen oder mit den Randalierern zu sprechen und sie von Gewalt abzuhalten. Die grüne Bundesvorsitzende bedauerte die Gewalt und sagte: "Wir wünschen den Verletzten baldige Genesung und alles Gute." (03.06.2007)