Ethische Aspekte des Klimawandels
Datum: Mittwoch, 6.6.2007
Zeit: 11:30 - 13:30 Uhr
Ort: Haus Böll, Mühlenstraße 9, Rostock
Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung MV
Durch die Emission von sog. Treibhausgasen, insbesondere CO2, wird es mittel- bis langfristig zu einer Erhöhung der durchschnittlichen globalen Temperaturen kommen. Angesichts möglicher Konsequenzen eines globalen Klimawandels stellt sich die Frage nach einer angemessenen Klimavorsorge als Teil einer intergenerationellen umweltethischen Verantwortung. Diese Problematik beschäftigt seit Jahren Organisationen der "scientific community" wie das International Panel on Climate Change (IPCC) sowie die internationale Politik (Kyoto-Protokoll). Das IPCC hat 2001 einen neuen Bericht zum wissenschaftlichen Kenntnisstand und zur Möglichkeit der Reduktion von Treibhausgasen vorgelegt.
Die ökonomischen Folgen einer Reduktion von CO2-Emissionen sind schwer abzuschätzen. Dies betrifft Industrie- und Entwicklungsländer unterschiedlich. Entscheidungen müssen anhand von normativen Kriterien getroffen werden, die Risiken, Kosten-Nutzen-Vergleiche, Fragen der Gerechtigkeit ("equity") und wissenschaftliche Ungewissheiten mit berücksichtigen. Ferner stellt sich die praktische Frage nach der Priorität von Vermeidungs- oder Anpassungsmaßnahmen und nach geeigneten Instrumenten in der Klimapolitik.
Den Workshop leitet Anna-Lena Luckau, Institut für Botanik und Landschaftsökologie, Universität Greifswald
Der Workshop beabsichtigt, über den Forschungsstand dieses komplexen Anwendungsproblems der Umweltethik zu informieren und diskutieren.