Anträge Länderrat Bremen
1. Ordentlicher Länderrat, 14.04.2007 im Weser-Stadion Bremen
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R-01-114-2Resolution zu Rechtsextremismus
Antragsteller/innen:Friedrich Battenberg
Gegenstand:Rechtsextremismus
Anmerkungen:

Änderungsantrag zu R-01

Der Absatz zur Erinnerungskultur Z. 114-124 sollte wie folgt geändert werden:

Es ist dringend erforderlich, dass ein auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitetes Gesamtkonzept der der Erinnerungskultur und der aufklärend-emanzipatorischen Bildungspolitik erarbeitet wird. Von der frühkindlichen Erziehung in der Kita über die schulische und universitäre bis hin zur Erwachsenenbildung über Volkshochschulen und andere Bildungsträger ist dabei auf die Vermittlung zivilgesellschaftlicher und wertorientierter Kompetenz zu setzen. Besonders ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass durch Existenzängste der Menschen und die zunehmende Destabilisierung gesellschaftlicher, persönlicher und biographischer Zukunftsorientierungen die Bereitschaft zur Ab- und Ausgrenzung bestimmter Gruppen, die als ‚Fremde’ konstruiert werden, gewachsen ist. Dem entspricht, dass die Bereitschaft zu wechselseitiger Achtung und Anerkennung der Differenz, zur Toleranz und Akzeptanz des vermeintlich Fremden gesunken sind. Hinzu kommt, dass die Pflege der an Symbolen und Erinnerungsorten orientierten Erinnerungskultur schwieriger geworden ist, weil die Erfahrungen aus den Schrecken der Nazizeit verblassen und immer weniger Zeitzeugen verfügbar sind.

Nötig sind deshalb neue Inhalte der Erinnerungskultur, die das gesellschaftliche Phänomen des Rassismus auf der Grundlage seiner historischen Wurzeln wie Judenfeindschaft, Antisemitismus, Xenophobie und Faschismus, neu definieren und in die zivilgesellschaftliche Wirklichkeit einbinden. Nötig sind darüber hinaus neue Formen der Vermittlung, die den Erwerb geschichtlichen Wissens und  emotionale Bildung, den Nachvollzug des Schicksals der Opfer einschließlich der Ausbildung der Fähigkeit zur Empathie mit den Opfern – auch derjenigen neuerer totalitärer Régime wie derjenigen der DDR – auf eine neue Art pädagogisch sinnvoll verbinden. Deshalb setzen wir auf länder- und generationenübergreifende Projekte der Erinnerungskultur, die auch den Bezug zur jeweils eigenen Lebenswelt deutlich machen.

 

Begründung: Erfolgt mündlich

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