Bütikofer: Kohleausbaupläne stoppen

Reinhard Bütikofer

In der Debatte um notwendige Schritte gegen die drohende Klimakatastrophe hat der Grünen-Bundesvorsitzende, Reinhard Bütikofer, die mangelnde Thematisierung des "Klimakillers Kohle" kritisiert und einen Stopp der Kohleausbaupläne gefordert.

"Die Kohleausbaupläne müssen gestoppt werden", sagte Bütikofer am Freitag in Berlin. Angesichts der Klimaherausforderung sprach er sich dafür aus, geplante Investitionen zum Kohlausbau in Erneuerbare Energien sowie in Kraft-Wärme-Kopplung auf Gas-Basis umzuleiten.

Nach einer aktuellen Übersicht des BUND befinden sich derzeit 27 neue Kohlekraftwerke in Deutschland im Bau oder in Planung, von denen bis zu vier die besonders klimaschädliche Braunkohle verbrennen sollen. Ein Neubau von Kohlekraftwerken sei jedoch so lange klimapolitisch nicht verantwortbar, "wie die Abscheidung und Speicherung der entstehenden CO2-Gase eine technologische Hoffnung bleibt und noch nicht realisierbar ist", erklärte Bütikofer.

Wer heute noch in konventionelle Kohlekraftwerke investiert, festige für viele Jahre eine Energieerzeugungsstruktur, die höheren Schaden anrichtet als der gesamte Automobilverkehr. "Es ist besonders heuchlerisch, wenn die Atomlobby und ihre politischen Freunde in verschiedenen Parteien den Ausstieg aus dem Atomausstieg fordern, weil der angeblich dem Klimaschutz nütze, während dieselben Akteure zu der für das Klima verheerenden Neubauwelle von Kohlekraftwerken kein kritisches Wort finden", kritisierte der Bundesvorsitzende.

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