Es geht ans Eingemachte

der Klimaforscher Mojib Latif als Gastredner auf der BDK Köln

Der Klimaforscher Mojib Latif hat mehr Anstrengungen beim Klimaschutz gefordert. Auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen sagte Latif am Samstag, noch nie sei die Konzentration von Kohlenddioxid in der Atmosphäre so hoch gewesen. Für die Menschen gehe es „ans Eigemachte“.

Der Professor am Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel bezeichnete die derzeitige Entwicklung als besorgniserregend. „Jedes mal, wenn  wir Licht anmachen, verfeuern wir fossile Brennstoffe.“ Dadurch sei die CO2-Konzentration enorm gestiegen. Die Temperaturrekorde der vergangenen Jahre seien Ausdruck dieser Entwicklung. „Egal was wir tun, die Temperaturen werden auch noch weiter steigen.“

Allerdings sei es noch möglich, das Klima auf einem akzeptablen Niveau zu stabilisieren. Um den Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 auf zwei Grad zu begrenzen, müsste die CO2-Emmission aber bis 2050 um 50 Prozent und bis zum Jahr 2100 um 100 Prozent gesenkt werden.

Obwohl der Klimaschutz seit spätestens 1990 international anerkanntes Ziel sei, hätte die Weltpolitik bisher versagt. Er hoffe jedoch, dass Deutschland die Zeit der EU Ratspräsidentschaft und den G8-Gipfel dazu nutzen werde, deutlich zu machen, dass Klimaschutz ein weltweites Anliegen sei. Dabei müsse auch das Signal gesendet werden, dass Klimaschutz nicht mit neuen Atomkraftwerken zu erreichen sei. „Sonst werden auf der ganzen Welt Tausende neue Kraftwerke gebaut. Das kann selbst der größte Befürworter nicht wollen.“

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