"Der Castor kommt - wir auch!"
Bündnis 90/Die Grünen kämpfen für den Atomausstieg – auch in Gorleben: Mit den Worten "Der Castor kommt – wir auch!" kündigte die Partei ihre Beteiligung an den Demonstrationen im niedersächsischen Wendland an. Ein Zug mit Atommüll soll in den kommenden Tagen in Gorleben ankommen.
Der Castor-Zug soll Medienangaben zufolge am Freitagabend, 10. November, in der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague starten und am Samstag in Rheinland-Pfalz die deutsche Grenze passieren. Der Atommüll, der ursprünglich aus deutschen Kernkraftwerken stammt, wird nach Ansicht von Atomkraftgegnern frühestens am Sonntag das Wendland erreichen.
"Unheilige Allianz aus CDU/CSU und Atomlobby"
"Lasst uns im Wendland gemeinsam ein Zeichen für den Atomausstieg und gegen die Atomlobby setzen", appellieren die Grünen zur Teilnahme an den Protesten und fordern: "Die Genehmigung und Inbetriebnahme eines Endlagers für radioaktiven Müll bedarf eines systematischen, vorurteilsfreien und wissenschaftlichen Eignungsvergleichs mehrerer Standorte mit intensiver Bürgerbeteiligung."
Der grüne Protest gegen den Castor ist ein weiterer Schritt im Engagement der Partei gegen Atomkraft und für nachhaltige, sichere und klimaverträgliche Energien. Die Grünen kritisieren die Politik der Großen Koalition aufs Schärfste: "Seit Monaten versucht eine unheilige Allianz aus Atomwirtschaft und CDU/CSU systematisch, den Boden für einen Ausstieg aus dem Ausstieg und für den Neubau von Atomkraftwerken zu bereiten".
Der grüne Aufruf zur Unterstützung der Gorleben-Proteste im Wortlaut:
Der Castor kommt – wir auch!
Seit Monaten versucht eine unheilige Allianz aus Atomwirtschaft und CDU/CSU systematisch, den Boden für einen Ausstieg aus dem Ausstieg und für den Neubau von Atomkraftwerken zu bereiten. Auf die Provokation von RWE, eine Laufzeitverlängerung für das störanfälligste Atomkraftwerk Biblis A zu beantragen, hat die Umweltbewegung bereits mit der machtvollen Stromwechselkampagne "Atomausstieg selber machen" reagiert, die wir GRÜNE intensiv unterstützen.
Wir wollen bei den diesjährigen Castor-Protesten im Wendland ein Zeichen für den Ausstieg aus der Plutoniumwirtschaft und gegen eine unverantwortliche Endlager-Politik setzen. Die Genehmigung und Inbetriebnahme eines Endlagers für radioaktiven Müll bedarf eines systematischen, vorurteilsfreien und wissenschaftlichen Eignungsvergleichs mehrerer Standorte mit intensiver Bürgerbeteiligung. Jede Vorfestlegung auf Gorleben trifft auf unseren Widerstand.
Wir rufen deshalb bundesweit dazu auf, die Proteste gegen den Castor-Transport 2006 zu unterstützen:
Castortransporte stoppen – Atompolitik endlagern!
Zentrale Auftaktkundgebung in Gorleben.
Demo vom Dorf zu den Atomanlagen.
11. November, 13 Uhr
Lasst uns im Wendland gemeinsam ein Zeichen für den Atomausstieg und gegen die Atomlobby setzen!
Der Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN
Der Landesvorstand Niedersachsen von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN
Die Landtagsfraktion Niedersachsen von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN
Weitere Informationen:
- www.bi-luechow-dannenberg.de
- www.castor.de
- www.baeuerliche-notgemeinschaft.de
- www.x-tausendmalquer.de
- www.widersetzen.de