Klimaschutz kennt keine Grenzen

Klimaschutzaktion in Frankfurt Oder

Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und Radek Gawlik vom Landesvorstand der polnischen Grünen haben eine Zusammenarbeit Deutschlands und Polens beim Ausbau erneuerbarer Energien gefordert.

Bei einer Protestaktion auf der Grenzbrücke in Frankfurt Oder erinnerten die beiden Grünen-Politiker an die klimapolitische Verantwortung beider Länder. "Weil die Klimaprobleme international sind, muss auch die Zusammenarbeit international sein" sagte Bütikofer.

Mit einem Arbeitspapier fordern die Grünen die deutsche und polnische Regierung auf, einen gemeinsamen Aktionsplan zur Förderung der Windenergie und eine Strategie zur Energieproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen zu erarbeiten. Der von Warschau erwogene Bau von Kernkraftwerken sein hingegen nicht die Lösung des Problems erklärte Gawlik.

Klimaschutzaktion in Frankfurt Oder"Eine entschiede Absage erteilen wir allen Plänen, an der Oder bei Gryfino eines oder mehrere Atomkraftwerke zu erreichten", heißt es deshalb in dem Papier, das die beiden Politiker an am Grenzübergang wartende Autofahrer verteilten.

Auch Axel Vogel, Landesvorsitzender der Grünen Brandenburg, forderte die Landesregierung zum Umsteuern in der Energiepolitik auf. "Der Einstieg Polens in die Atomenergienutzung wäre genau wie die von Seiten der CDU in Deutschland geforderte Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken die falsche Antwort auf die klimapolitische Herausforderungen." sagte er am Donnerstag. Weiterhin kritisierte er, dass Brandenburg, bedingt durch den hohen Anteil der Braunkohle an der Stromproduktion, beim Jahresausstoß an Kohlendioxid mit 15,4 Tonnen pro Einwohner weit über dem Bundesdurchschnitt liege.
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