Grüne Ablehnung gegen Transrapid

Claudia Roth

Die Grünen kritisieren die Befürworter des Hochgeschwindigkeitszuges Transrapid. "Das Versprechen hundertprozentiger Sicherheit war ein falsches Versprechen", so die Bundesvorsitzende Claudia Roth. Nach dem schweren Transrapid-Unfall im Emsland erneuerten die Grünen ihr Contra gegen den Streckenbau in Bayern.

Bereits am Freitag nach dem Unglück auf der Teststrecke im emsländischen Lathen hatten die Bundesvorsitzenden Roth und Reinhard Bütikofer in einer gemeinsamen Erklärung ihre Erschütterung und ihr Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer ausgedrückt. Den bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) kritisierte Roth scharf: Seine Äußerungen sollten offenbar den Eindruck erwecken, so ein Unfall könne in Bayern keinesfalls passieren, sagte Roth am Montag nach einer Sitzung des Parteirats der Grünen.

Milliarden für ein paar Minuten: Transrapid ist teuer, aber ineffizient

Huber hatte erklärt, das Sicherheitssystem der geplanten Strecke zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem Flughafen sei ein anderes als das im Emsland. Dieses Konzept, so zitierten ihn die Medien, solle weiter vervollkommnet werden. Die Grünen-Vorsitzende hielt dem bayerischen Minister entgegen, dass das Transrapid-Projekt weder in der Bevölkerung noch unter den politischen Verantwortlichen vor Ort in der Region Akzeptanz besitze.

Zudem sei die Finanzierung "vollkommen ungeklärt". Der Bau der 37 Kilometer langen Transrapidstrecke brächte eine Zeitersparnis von nur acht Minuten: "nicht effizient", so die Einschätzung der Bundesvorsitzenden. Außerdem zerstört der Streckenbau nach Angaben von Roth eine naturgeschützte Fläche, die insbesondere für die Menschen der Region bedeutend ist. Es handelt sich um Flächen längs der Isar, die für den Hochwasserschutz eine wichtige Rolle spielen. 
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